Brauen hat in Österreich eine lange Tradition. Natürlich reicht die Geschichte des Bieres weiter zurück als bis zur Grundsteinlegung für das so genannte „Kalte Bräuhaus“, die Brauerei in Kaltenhausen, im Jahre 1475. Schon die Sumerer (ca. 4000 v. Chr.) kannten es und die alten Ägypter wussten: Der Mund eines glücklichen Mannes ist mit Bier gefüllt.
So spendet das „blonde Gold“ seit jeher Genuss und Lebenslust. Beides gedeiht umso prächtiger, wo Brautradition auch noch auf einen besonderen Boden fällt – wie hier in Kaltenhausen. Seinen Namen verdankt der Ort nämlich einem geologischen Phänomen: den so genannten Windröhren, kalter Luft, die unter dem Schutt der Barmsteine herabströmt und als kühlender Wind aus dem Boden austritt.
Die Entstehung der Brauerei wiederum verdankt man – neben der geologischen Besonderheit und einem besonderen Wasser – Hans Elsenheimer. Seine Familie kam durch Handel zu Reichtum und Ansehen. In Kaltenhausen, wo klarstes Fellsquellwasser von den Barmsteinen die Herstellung und unterirdische Kalträume die Lagerung von Bier in besonderer Weise begünstigten. Solche natürlichen Eiskeller erwiesen sich in Kaltenhausen noch bis in die 1930er Jahre als äußerst nützlich.